Ein Spaziergang durch Plaka

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Im Schatten des heiligen Felsens der Akropolis erwarten Sie in Plaka gut 3500 Jahre voller Geschichte. Plaka zählt zu den ältesten Bezirken ganz Europas; seine engen Gassen halten viele Geheimnisse für diejenigen bereit, die ein wenig die Augen offen halten. Die bedeutende Geschichte dieses Bezirkes zeigt sich durch seine endlosen archäologischen Wunder, die majestätischen byzantinischen Kirchen und seine imposanten neoklassizistischen Gebäude der modernen Zeit. Plaka ist das lebendige Herz Athens, in dem Sie keine Autos, dafür jedoch viele Tavernen, ruhige Bars, farbenprächtige Geschäfte und viele weitere Attraktionen finden. Millionen Touristen besuchen diesen Bezirk das ganze Jahr über – und entdecken seine unvergleichliche Mischung aus Originalität und vornehmer Zurückhaltung.

Route | Geschätzte Dauer: 4 – 5 Stunden

Unser Ausflug beginnt an der Akropolis-U-Bahn-Station, an der Besucher auf dem offenen Bahnsteig dieses Bahnhofes einen ersten Blick auf die hoch aufragende Akropolis und ihr Museum erheischen können. Dieser Bahnhof hat kaum etwas mit einer herkömmlichen U-Bahn-Station gemein; auf sämtlichen Ebenen finden Sie Beispiele aus der reichhaltigen Geschichte Athens – mit Nachbildungen und Funden, die gleich hier entdeckt wurden.

Wir verlassen den Bahnhof, gehen die Makrygianni-Straße entlang, überqueren die Dionyssiou Areopagiti-Straße und erreichen Plaka anschließend über die Vyronos-Straße, die eigentlich eher eine schmale, von zahlreichen Touristengeschäften gesäumte Gasse ist, die uns gleich einen Vorgeschmack auf die entspannte Stimmung dieses einzigartigen Bezirkes gibt. Wir bemühen uns, Krokos, ein Geschäft, das traditionelle griechische Produkte verkauft, erst einmal nicht zu betreten. Dann gehen wir weitere 15 Meter und bestaunen das Monument des Lysikrates, das hier schon seit 335 vor (ja, vor!) Christus steht.

Wir folgen der Tripodenstraße, biegen nach 20 Metern links in die Thespidos-Straße ab, gehen an den gut gefüllten Tischen der Tavernen vorbei und gelangen schließlich zur Kydathineon-Straße und zum geschäftigen Herzen von Plaka. Auf jeden Fall legen wir einen Zwischenstopp an der Bakaliarakia Damigos ein, einer historischen Taverne, die 1865 eröffnet wurde. Wir steigen die Treppe zu Vrettos hinauf, der ältesten Destillerie Athens und dem gleichzeitig zweitältesten Spirituosengeschäft ganz Europas. 20 Meter weiter die Straße hinunter erreichen wir den Filomousou Etaireias-Platz, an dem wir eine ganze Reihe hervorragender Imbissstuben und Tavernen finden.

Wir gehen am Platz entlang die Kydathineon-Straße hinunter und biegen rechts in die Monis Asteriou-Straße ab, an der das Fryssira-Museum moderne europäische Malereien ausstellt.

Wir verlassen das Museum und folgen der Kydathineon-Straße, bis die im 11. Jahrhundert erbaute Kirche der Metamorphosis auf der rechten Seite auftaucht. Gleich gegenüber befindet sich das Museum für griechische Volkskunst, das wunderbare Stücke aus dem Alltagsleben und dem kulturellen Erbe der Griechen ausstellt; dazu zählen unter anderem gewobene Tücher, Haushaltsgegenstände, traditionelle Kleidung und Stickereien.

Wir gehen weiter die Kydathineon-Straße hinunter, bis wir rechts in die Adrianou-Straße abbiegen, auf der sich Boutiquen, Restaurants, Juweliergeschäfte und traditionelle Geschäfte zu einem dynamischen Bild voller Leben verbinden.

Wir wenden uns zur Kreuzung mit der Navarhou-Dikodimou-Straße und schauen uns die Gemeindeschule an, ein Meisterstück der Architektur des 19. Jahrhunderts. In diesem 1875 erbauten Gebäude residierte einst die zweite Grundschule Plakas. Heutzutage zählt sie zu den 74 Grundschulen, die quer durch Athen verstreut sind.

Von der Navarhou-Nikodimou-Straße biegen wir in die Agias-Philotheis-Straße ab und wenden uns zur Athener Kathedrale am Mitropoleos-Platz. Dieses zwischen 1842 und 1862 erbaute Gotteshaus ist das Herz sämtlicher griechisch-orthodoxer Kirchen in Athen.

Wir folgen der Pandrossou-Straße, während wir immer mehr in die Sehenswürdigkeiten und die Atmosphäre Plakas eintauchen. Wir biegen nach links in die Aiolou-Straße ab und legen einen Zwischenstopp vor dem Horologion des Andronikos von Kyrrhos, dem Turm der Winde, ein – einem Monument, das im ersten Jahrhundert vor Christus erbaut wurde und seitdem als Sonnenuhr und meteorologische Station dient. An den Außenflächen dieses atemberaubenden achteckigen Gebäudes finden wir Darstellungen der acht Winde, sein Dach wird von einer Wetterfahne gekrönt. Der Turm, den wir zu unserer Rechten erblicken können, ist das Römische Forum; und gleich neben dem Turm liegt an der Panos-Straße die 1456 errichtete Fethiye-Moschee.

Links vom Turm der Winde, nur ein paar Meter die Kyristou-Straße hinauf, gelangen wir zum Bad der Winde, einem türkischen Bad, das während der ottomanischen Besatzung erbaut wurde. Heutzutage dient das gründlich renovierte Anwesen als kulturelles Zentrum.

Wir setzen unseren Rundgang fort und wenden uns nach rechts in die Mnisikleous-Straße, bevor wir in die Prytaneiou-Straße abbiegen. Wir wenden uns nach links und erblicken die historische Kirche des St. Nikolas Ragavas. Diese im 11. Jahrhundert erbaute Kirche zählt zu den wichtigsten Errungenschaften Plakas, insbesondere in der Nacht der Zelebrierung der Heiligen Auferstehung, in der sich Einheimische und Besucher zu einer Messe unter freiem Himmel versammeln.

Wir wandeln über die schmalen Gassen hinter der Kirche und gelangen zu einem sehr speziellen Teil Plakas, zu Anafiotika. Dieser Bezirk ist für seine einzigartige Architektur bekannt, die der Bauweise der Kykladen stark ähnelt. Nach der Befreiung setzte sich die „Urbevölkerung“ Plakas zunächst aus Arbeitern zusammen, die von der Insel Anafi anreisten. Da Athen damals noch eine recht junge Hauptstadt war, gab es unendlich viel zu errichten – eine Gelegenheit, die für die Arbeiter der Insel wie geschaffen war.

Die Schönheit der Kykladen, der majestätische Berg, der über dem Viertel wacht, und der atemberaubende Ausblick auf Athen und den Berg Lycabettus verschmelzen allesamt zu einer Stimmung, die Ihr Herz rasen und Ihre Kamera wild klicken lassen wird.

Unser Rückweg entlang der Stratonos-Thrassylou-Straße führt uns an neoklassischen Häusern und der archäologischen Stätte der Akropolis entlang, bis wir über die Dionyssiou-Areopagiti-Fußgängerzone wieder am Ausgangspunkt unserer Reise angekommen sind. Hier genießen wir am besten eine Tasse Kaffee und einen kleinen Imbiss, während wir unsere Erlebnisse noch einmal Revue passieren lassen.

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