Tatoi

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Nur einen Steinwurf von Athen, etwa 30 Autominuten entfernt, gibt es einen Ort, den man einfach nur als Paradies auf Erden beschreiben kann. Die königlichen Tatoi-Ländereien waren einst das Sommerrefugium des Königs George und seiner Königin Olga, bevor sich diese 1948 in die fürstliche Familienresidenz zurückzogen. Dichte Wälder mit Aleppo-Pinien, himmelhohen Zypressen, Pappeln, Platanen, Buchen, griechischen Erdbeerbäumen, Oliven- und Zitrusbäumen und einer unermesslichen Vielfalt betörenden Grüns erwarten Sie in Tatoi – an einem Ort, der derzeit unter dem Schutz des Natura-2000-Netzwerks steht und sich durch seine außergewöhnliche natürliche Schönheit auszeichnet.

1400 Hektar des 4200 ha großen Gebietes, das einst gänzlich der königlichen Familie Griechenlands gehörte, wurden dem griechischen König im Jahre 1877 vom Staat überschrieben (Bafi-Nationalwald). Die restliche Fläche wurde nach und nach von der königlichen Familie erworben; unter anderem wechselten Ländereien der Syngros-Familie im Jahre 1891 ihren Besitzer. Die Tatoi-Ländereien, in denen es in Wäldern und auf üppigen Feldern auch 40 historische Gebäude zu entdecken gibt, befinden sich derzeit im griechischen Staatsbesitz.

In den vergangenen Jahren avancierte Tatoi zu einem der wohl magischsten Orte ganz Griechenlands. In den dichten Wäldern fühlen sich Rothirsche, Rehe, Wildschweine und viele Kleintiere heimisch. Auf den Ländereien baute man einst auch Trauben an, die zu erlesenen Weinen gekeltert wurden. Zusätzlich wuchs in den königlichen Gärten Gemüse, Zitrusbäume und ausgedehnte Olivenhaine. An den Gebäuden wurden Ställe für Pferde und andere Tiere errichtet, zusätzlich gab es ein Weingut, eine Ölmühle und eine Butterkammer – um nur einige wenige zu nennen. Der Palast bestand aus einem eleganten, zweigeschossigen Gebäude mit zauberhaften Terrassen und einem Ziegeldach, das einst mit einem kunstvollen Sims umrandet wurde. Der ehemalige Palast wird derzeit als Monument der Moderne gelistet; man plant, das Gebäude in den kommenden Jahren in ein Museum zu verwandeln. Über die Treppe an der Vorderseite gelangt man zu einem herrschaftlichen Swimmingpool, ein Tennisplatz liegt gleich dahinter.

Zur Rechten findet sich ein niedriges Steingebäude, in dem einst die feine Küche untergebracht und das über einen Tunnel diskret mit dem eigentlichen Palast verbunden war. Hier gibt es mittlerweile ein Souvenirgeschäft und eine kleine Cafeteria für kauflustige und durstige Gäste. Viele weitere Gebäude verbergen sich auf dem grünen Anwesen – unter anderem ein Haus der Regierung und das Tatoion-Hotel, das bald in ein kleines und überaus elegantes Boutique-Hotel verwandelt wird. Am anderen Ende der Ländereien, zwischen hohen Pinien und schlanken Zypressen, befinden sich die Gräber der königlichen Familie und die Kapelle der Wiederauferstehung.

Diese einst verlassenen Gebäude wurden selbstverständlich nicht vom Zahn der Zeit verschont. Allerdings kommt mittlerweile ein recht positiver Wind auf, gekoppelt mit der Hoffnung auf ein EU-Programm, mit dessen Hilfe Restauration und Ausbau in Angriff genommen werden können. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf 110 Millionen €.

Wenn Sie die ehemaligen königlichen Ländereien von Tatoi besuchen möchten, sollten Sie wissen, dass diese von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang dem geneigten Publikum geöffnet werden. Es gibt zwei Zugangsmöglichkeiten: eine bei Varybombi (gleich hinter dem Leonidas-Restaurant), eine weitere bei Lefka. Da es vom Varybombi-Zugang ein recht weiter Weg bis zum historischen Mittelpunkt der Ländereien ist, bevorzugen die meisten Besucher übrigens, dem Gebiet über Lefka ihren Besuch abzustatten.

Tatoi ist ein ideales Ausflugsziel, wenn es Ihnen nach Wandern, Ausfahrten mit dem Mountainbike, Joggen oder einem lauschigen Picknick auf dem Land gelüstet. Besuchern stehen die Gebäude und der königliche Friedhof offen; natürlich können Sie auch einen Ausflug zum angelegten See von Kithara unternehmen; hier dürfen Sie sich auf eine atemberaubende Aussicht über das gesamte attische Becken freuen.

Wenn Sie bei Ihrem Besuch nichts verpassen, tiefer in die Geschichte der Ländereien und ihrer blaublütigen Bewohner eintauchen möchten, wenden Sie sich am besten an den Verband der Freunde Tatois. Dieser im Jahre 2012 gegründete Verband widmet einen Teil seiner Einnahmen detaillierten Studien der hiesigen Gebäude und dem Aufbau eines Fonds zur Restaurierung der klassischen Bauwerke. Auch informative Touren werden vom Verband organisiert.

Auf Wunsch holen Sie Mitarbeiter um 10 Uhr morgens mit dem Bus am Syntagma-Platz ab, zeigen Ihnen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Anwesens, organisieren ein deftiges Mittagessen in einem der traditionellen griechischen Restaurants der Umgebung und bringen Sie gegen 18 Uhr wieder nach Athen zurück – mit wundervollen Eindrücken und vielen wissenswerten Dingen über die Ländereien im Gepäck und in Ihrem Gedächtnis.

Wenn Sie sich für eine Tour interessieren, wenden Sie sich einfach per Telefon (+30 6975947248, Herr V. Koutsavlis) oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an den Verband der Freunde Tatois.

Der Verband organisiert auf Anfrage auch private Führungen für Mitglieder diplomatischer Vertretungen in Griechenland und ausländische Würdenträger, die in Athen weilen.

Zusätzliche Infos

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