Essen in Attika

Genießen Sie eine Fülle von einheimischen Produkten, erzeugt von der fruchtbaren Erde Attikas und der frischen, salzigen Brise der attischen Inseln: ein Genuss, wie es ihn zwischen Himmel und Erde kaum ein zweites Mal geben dürfte.

Wein, Honig, Nüsse, Früchte, Gemüse, Oliven – allesamt von einmaliger Qualität und einem Geschmack, der sich mit nicht weniger als dem Besten messen kann. Ganz zu schweigen von unserem frischen Fisch, dessen delikater Geschmack keinesfalls durch Soßen verfälscht werden darf: Über Holzkohle gegrillt, nur mit einem Hauch Olivenöl und einem Spritzer Zitrone verfeinert. Fisch und Meeresfrüchte vom Saronischen Golf, sorgfältig von Attikas Fischern eingeholt, muss man einfach probieren – und lieben. Und wenn Sie den leiblichen Freuden zugeneigt sind, verwandeln Sie die bittere Aussicht auf die Heimreise ganz einfach in süße Wonnen: Packen Sie sich ein paar Amygdalotas (Mandelkekse) aus Spetses oder naturreinen Honig aus Kythera ein. Und passe Sie auf, wenn Sie die berühmten Ägina-Pistazien probieren – die machen nämlich süchtig.

Wenn Sie den köstlichen Choriatiki-Salat in einer rustikalen Taverne am Meer bestellen, dürfen Sie nicht weniger als biologisch angebaute Tomaten aus Vravrona erwarten, aber auch schmackhafte Gurken aus Kalyvia, Oregano und Kapern von den Hängen des Berges Hymettus, schwarze Oliven aus Megara, natives Olivenöl aus Troizen, fruchtigen Weißwein aus Spata, würzige Zwiebeln und Knoblauch aus Marathon und authentischen Fetakäse aus Lavrio (der übrigens nicht aus Ziegen-, sondern nach einem sorgsam gehüteten griechischen Rezept aus Schafsmilch hergestellt wird).

Wecken Sie den Weinkenner in Ihnen. Belassen Sie es nicht bei einem Glas Retsina. Einige der besten Weine weltweit werden hier angebaut. Immerhin ist es kein Zufall, dass kein Geringerer als Homer in seiner Ilias vom „Wein-dunklen Meer“ berichtete – und der Wein von einem spitzbübischen Gott der Antike, Dionysos, erfunden wurde. Zumindest, wenn man den Legenden Glauben schenken möchte.

Das Lexikon des (guten) Geschmacks

Genießen Sie ein Essen, wie es die Griechen lieben. Wir geben Ihnen hier schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf die köstlichen griechischen Spezialitäten und überlassen es dann Ihrer Fantasie und Kreativität, sich diese Gaumenfreuden weidlich auszumalen. Sich mit dem Essen auszukennen, ist in Attika sehr wichtig. Besonders, weil sich die feinsten Delikatessen Griechenlands in Athen und seiner unmittelbaren Umgebung finden, wobei die meisten gleich hier in Attika hergestellt werden.

FETA: Ein traditioneller Weißkäse in Salzlake, der perfekt zu jedem Gericht passt. Genießen Sie ihn pur, mit etwas Olivenöl und Oregano, zu frisch gebackenem Brot oder mit einem Choriatiki-Salat. Oder aber gebacken, gegrillt, mit Tomaten, geschmolzen, im Salatdressing, im Käsekuchen und und und … diese Liste ließe sich noch endlos fortsetzen.

CHORIATIKI:  Hier sprechen wir von einem echten griechischen Salat – also einem vollwertigen Hauptgericht, bei dem saftige Tomaten auf leckere Gurken treffen und von grüner Paprika, Zwiebeln, Fetakäse, Olivenöl und Oregano begleitet werden.

TZATZIKI:  Joghurt, Gurken und ganz viel Knoblauch. Darauf sollten Sie nur dann verzichten, wenn Sie noch zu einem romantischen Stelldichein verabredet sind – auch wenn's schwer fällt.

SOUVLAKI-PITA: Der unangefochtene König des Souvlaki. Leckere Spieße mit Schweine-, Lamm- oder Hühnerfleisch, zusammen mit Tomaten, Zwiebeln, Tzatziki (manchmal auch Pommes frites) eingepackt in eine Pita.

KALAMAKI: Der Vizekönig des Souvlaki, der mit bestechender Einfachheit herrscht. Leckere Spieße mit Schweine-, Hühner- oder Rindfleisch, fein gegrillt und mit Salz, Oregano und Zitrone verfeinert.

GYROS: Am Spieß geröstetes und in dünne Scheiben geschnittenes Schweinefleisch, serviert mit gegrillter Pita und Tzatziki oder wie ein Souvlaki verpackt.

MOUSSAKA: Der Name dieses Gerichtes stammt zwar aus Arabien (musaqa’), das Rezept jedoch, bei dem geschichtete Auberginen mit Hackfleisch, Tomaten und einer großzügigen Auflage aus Béchamelsoße im Ofen gebacken werden, ist so griechisch wie kaum ein zweites.

DOLMADAKIA: Leckerer Reis (oft auch von Hackfleisch begleitet) und raffinierte Gewürze, umhüllt von frischen Weinblättern. Gewöhnlich mit Olivenöl und Zitrone oder einer speziellen Senfsauce serviert.

MEZEH: Ein landestypischer Ausdruck für griechische Appetithäppchen, die heiß oder kalt serviert werden.

FAVA: Gelbe, warme, perfekt gekochte dicke Bohnen, liebevoll mit Olivenöl, Zitronen und gehackten Zwiebeln zubereitet.

DAKOS: Ein traditionelles Hartweizenbrot, in Wasser, Olivenöl und Essig getunkt, belegt mit saftigen roten Tomaten, Fetakäsebröseln und würzigem Oregano.

HORTA: Die landestypische Bezeichnung für gekochtes Gemüse, das mit Olivenöl, Zitrone und einer Scheibe Fetakäse als Beilage auf den Tisch kommt.

SAGANAKI: Gelber Käse, perfekt mit knuspriger Kruste gebraten und mit einer Scheibe Zitrone serviert.

SPANAKOPITA: Spinat und Fetakäse in hauchdünnen Lagen von Filo-Teig (griechischer Blätterteig).

TARAMOSALATA: Fischrogen mit gekochten Kartoffeln oder eingeweichten Brotkrumen, Olivenöl und Zitronensaft.

YEMISTA: Tomaten, Paprika, Zucchini und Auberginen, gefüllt mit Reis, Kräutern und Rosinen, anschließend im Ofen gebacken.

PASTICHIO: Gebackene Pasta mit Hackfleischfüllung und einer würzig-cremigen Béchamelsoße.

SCORDALIA: Ein sämiges Püree aus Knoblauch und Kartoffeln, das gerne zu frittiertem Fisch gereicht wird.

OUZO: Ouzo ist ein würziger Anisschnaps, der selten pur genossen, dafür häufig mit Wasser gemischt und mit einem Eiswürfel gereicht wird. Bei keiner Mahlzeit wegzudenken, perfekt zu gegrilltem Oktopus und Tintenfisch. Ouzo ist die geschützte Bezeichnung eines durch und durch ursprünglichen Produktes.

TSIPOURO: Der Vater des Ouzo, ein starker destillierter Schnaps, der sich insbesondere unter Männern großer Beliebtheit erfreut.

MASTICHA: Dieses auf der berühmten Insel Chios  destillierte Getränk ist ein ganz hervorragender Verdauungsschnaps.

RETSINA: Ein trockener Weißwein mit Harzstückchen – vermutlich der bekannteste griechische Wein, der überall in der Welt von Kennern geschätzt wird.

FRAPE: Einstmals der König der Sommergetränke, der sein Zepter an den Freddo abgeben musste. Pulverisierter Néscafe mit Zucker, aufgeschäumt und auf Eis serviert.

FREDDO: Geeister Espresso mit aufgeschäumter kalter Milch und zerstoßenem Eis.

ELLINIKOS: Fein gemahlene Kaffeebohnen, im Topf (Briki) aufgebrüht und mit viel Schaum serviert. Diese Spezialität gibt es in den Varianten pur, halbsüß, süß oder sehr süß.

KOULOURI: Wenn sich der typische Athener für ein schnelles Frühstück entscheidet, können Sie darauf wetten, dass dabei dieses runde, würzige Teiggebäck mit Sesamsamen nicht fehlen wird.

BOUGATSA: Süßer Grießpudding in Filo-Teig, bestäubt mit etwas Puderzucker.

LOYKOUMADES: Dieses Gebäck, das an kleine Donuts erinnert, besteht aus mit Honig getränkten und mit Zimt bestäubten, ausgebackenen Teigkugeln und genießt dank seines leckeren Geschmacks meist eine erstaunlich kurze „Halbwertzeit“.

BAKLAVA: In Honig getränktes Filo-Teiggebäck, gefüllt mit gehackten Walnüssen.

KANDAIFI: Dieses leckere Gebäck ist eng mit Kandaifi verwandt, besteht jedoch aus gebrochenem Filo-Teig, gefüllt mit gehackten Nüssen und süßem Sirup.

GALAKTOBOUREKO: Eine süße Spezialität aus in Filo-Teig gebackenem Pudding, die anschließend in Honigsirup mit etwas Zitrone eingelegt wird.

FYSTIKI: Delikate Pistazien von der Insel Ägina. Diese Spezialität können Sie ganz frisch und pur genießen. Geröstet und gesalzen jedoch entfaltet sie erst ihr wahres Suchtpotenzial.

AMYGDALOTO: Gemahlene, blanchierte Mandeln, verfeinert mit Puderzucker und Rosenwasser.

KOURABIEDES: Mehl, Butter und gehackte, geröstete Mandeln, großzügig mit Puderzucker bestäubt. Diese Spezialität gibt es gewöhnlich um die Weihnachtszeit, allerdings dürften Sie in einigen gut sortierten Bäckereien Athens auch das ganze Jahr über fündig werden.

PASTELI: Sesamsamen und naturbelassener Honig, ein Triumph der Einfachheit.

YAOURTI MELI: Joghurt mit Hymettus-Honig, zusammen mit Pfirsichen oder Wassermelone: Ein perfekter Start in den Tag. Diese Spezialität gibt es auch als Dessert, mit Honig und gehackten Walnüssen.

LOUKOUMIA: Diese süße Versuchung aus Stärke und Zucker ähnelt dem türkischen Fruchtgelee und wird oft mit Rosenwasser oder Mastix (Harz der Mastix-Pistazien) verfeinert.

GLYKO KOUTALIOY (Löffelkonfekt): Ganz besonders in der Geschmacksrichtung Sauerkirsche (Vissino) beliebt.

YPOVRYCHIO: Ein Teelöffel Vanille (manchmal auch mit Rosinen in Mastix verfeinert) in einem Glas eisgekühlten Wassers.

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